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«Paulus. Einführung in sein Leben und Denken anhand des Briefs an die Galater»

Man muss im Apostel Paulus (ca. 10-60 n.Chr.) keinen Verfälscher der einfachen und frohen Botschaft Jesu sehen (Nietzsche), um sich zu fragen, ob das Nachdenken über den Glauben wirklich so kompliziert sein muss. Manch einer liest zur eigenen Erbauung lieber die Geschichten und Gleichnisse der Evangelien, als sich über den Gedankengängen der paulinischen Briefe den Kopf zu zerbrechen.

Auf der anderen Seite hat die Grundsätzlichkeit von Paulus’ Denken immer auch fasziniert. Bedeutende Neuaufbrüche in Kirche und Theologie (Aurelius Augustinus, Martin Luther, Karl Barth) verdanken sich massgeblich der Auseinandersetzung mit seinen Briefen. Paulus möchte verstehen, was er glaubt. Und weil er verstanden zu haben glaubt, dass es die «Wahrheit des Evangeliums» ist, die sein eigenes Leben frei und lebendig macht, darum argumentiert, bittet und ermahnt er die Adressaten seiner Schreiben so eindringlich.

Wir werden uns vor allem mit dem Galaterbrief beschäftigen. Anlass zu diesem Schreiben war der Einfluss von «judaisierenden» Missionaren, welche die Beschneidung der Heidenchristen forderten. Anscheinend hatten sie in Galatien beträchtlichen Erfolg. Paulus ist überzeugt, dass die Galater damit ihre durch den Glauben gewonnene Freiheit aufs Spiel setzen. Darum erzählt er im ersten Teil des Briefes (Gal 1,10-2,21) autobiographisch, welche Erfahrungen ihn selbst zum Apostel gemacht haben. Im zweiten Teil (Gal 3,1-5,12) wird Paulus grundsätzlicher: Wer an Jesus Christus glaubt, findet seine Identität im Vertrauen auf die Gnade Gottes und nicht aufgrund eigener Leistungen oder der religiösen, nationalen, sozialen oder geschlechtlichen Herkunft.

Es wird bezweifelt, dass Paulus die Galater überzeugen konnte. Ob er bei uns erfolgreicher ist? Der Anlass ist offen für alle Interessierten. Wir lesen und diskutieren ausgewählte Passagen aus dem Galaterbrief. Ergänzend gebe ich historische und theologische Impulse. Man kann auch an einzelnen Abenden dabei sein.

 

Daten

  • Mittwoch, 7. Sept
  • Donnerstag, 15. Sept.
  • Donnerstag, 22. Sept.

jeweils 19:30-21.00 im Länzihuus (Bachstrasse 27, Suhr)

 

Pfr. Andreas Hunziker

CAFÉ THEOPHILO

Im Café Theophilo kommen wir miteinander ins Gespräch – über Gott und die Welt und uns selbst.

Manchmal gehen wir aus von einem Text. Manchmal diskutieren wir mit einem Gast. Immer aber geht es darum, miteinander selber ins Denken zu kommen: Gibt es eine Alternative zu einer wachsenden Wirtschaft? Ist es heute einfacher, «spirituell» als «gläubig» zu sein? Sollte ich häufiger lachen? Glaube ich an Gott, und wenn ja/nein, was meine ich damit?

Ob Sie sich eher zu den «Gläubigen», zu den «Zweiflern» oder zu beidem zählen – ich freue mich über Ihren Besuch, Ihr Mitdenken und Mitdiskutieren.